Flüchtlinge im Landkreis Verden: „Jeden Monat nehmen 30 Flüchtlinge Arbeit auf"

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Flüchtlinge im Landkreis Verden: „An die Hand genommen"

 

An die Hand genommen

In Achim hat man nun bei einer Veranstaltung der Senioren Union auf die Situation der Flüchtlinge geblickt. Hier wurde klar, dass die Integration im Vordergrund steht. Axel Eggers (von links, ehemaliger Flüchtlingskoordinator), Hans-Erwin Raphael (Personalvermittler) und   Kerstin Wendt (ALV) diskutieren über die Integration von Flüchtlingen. (Güngör) Sprach- und Integrationskurse sowie Qualifizierungsmaßnahmen: Wer als Flüchtling ab 2015 nach Achim gekommen ist, wurde und wird mit dem Ziel einer zügigen Eingliederung in die Gesellschaft engmaschig betreut. Auf Einladung der Senioren Union im Landkreis Verden zeichneten Vertreter verschiedener Organisationen am Donnerstagabend ein positives Bild der bisher geleisteten Arbeit und zeigten sich gleichzeitig erleichtert darüber, dass nach dem Kraftakt der Erstversorgung inzwischen fast jedem Flüchtling eine seinen Wünschen und Fähigkeiten entsprechende Begleitung geboten werden könne. Kerstin Wendt von der ALV (Arbeit im Landkreis Verden) war die erste, die im gut besetzten Saal von Gieschens Hotel auf das Szenario zurückblickte, das die Mitarbeiter der Verwaltung damals an ihre Grenzen geführt hatte und letztendlich nur durch die Unterstützung von Kollegen aus anderen Ressorts bewältigt werden konnte. „Die Menschen kamen ohne alles, bezogen - nach Schlüsseln verteilt auf die Gemeinden - Hallen und Containerdörfer." Die Erstversorgung der teilweise traumatisierten Zuwanderer habe zunächst im Vordergrund stehen müssen, bevor an Maßnahmen zur Integration gedacht werden konnte. Unruhe sei zudem durch Fluktuation entstanden, viele glaubten zunächst, in den Großstädten besser zurechtzukommen. Mittlerweile sei die Situation überschaubarer geworden; 150 bis 200 Neuaufnahmen pro Woche stünden aktuell etwa 20 pro Monat gegenüber. „Während Bürger aus verschiedenen afrikanischen und asiatischen Ländern nach wie vor auf ihre Anerkennung warten, konnten wir eine Reihe syrischer Bewerber qualifizieren und sie in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermitteln." Zwei Jahre lang hat sich Axel Eggers im Bürgerzentrum an der Magdeburger Straße aktiv der Flüchtlingsarbeit gewidmet. Zum Glück sei es ihm während dieser Zeit gelungen, den größten Teil der Menschen mit dem Nötigsten zu versorgen und sie aus den Sammelunterkünften heraus in private Wohnungen zu vermitteln. Seinen Dank richtete der scheidende Sozialarbeiter an die vielen Ehrenamtlichen, die sich als tragende Säule bei der Unterstützung von Familien und Einzelpersonen engagiert hatten. „Wir sind nun an der Schwelle, an der sich die Aufgaben ändern. Musste zunächst ,das Ankommen' gemanagt werden, geht es nun darum, einen Zugang zur Bevölkerung zu schaffen, um die Entstehung von Parallelgesellschaften weitgehend zu verhindern." Nicht in jedem Fall sei das möglich, bedauerte Axel Eggers, der seiner Nachfolgerin Glück bei der Bewältigung der nicht abreißenden Arbeit wünschte. „Nach dem Ankommen geht es jetzt um das Weiterleben“, blickt seine Nachfolgerin Andrea Wessel in die Zukunft. Anfang des Jahres hat sie ihr Büro im Bürgerzentrum bezogen und mittlerweile feststellen müssen, dass eine umsichtige Integration der Flüchtlinge deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt, als deren Grundversorgung. Ganz besonders liegt ihr die Entwicklung der Kinder am Herzen; eine weitere Herausforderung sieht die Fachfrau darin, jungen Männern die Spielregeln eines geordneten Zusammenlebens zu vermitteln. „Das Gros der Menschen, die zum Teil keinerlei Schulbildung besitzen, wird bleiben. Ich werde verstärkt in den einzelnen Stadteilen präsent sein, um vor Ort zu helfen und zu unterstützen." „Was trägt die Volkshochschule zur Bewältigung der Aufgaben bei?“ Ganz schnell habe man erkannt, dass das Erlernen der deutschen Sprache als Grundlage jeder weiteren Maßnahme zu sehen sei, berichtete KVHS-Leiterin Sabine Wahba. Mit den Kursen habe man zunächst Basiswissen vermittelt, das für Einkäufe und Arztbesuche unerlässlich sei und zudem für ein gewisses Maß an Beschäftigung sorge. Hans-Erwin Raphael ist Personalvermittler. Seit 13 Jahren in Achim ansässig, hat er mittlerweile 28 Geflüchtete in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gebracht. „Wir stellen die Leute unbefristet ein und verleihen sie dann an Betriebe in der Umgebung“, schilderte er das Procedere, das seinen Schützlingen aus dem Irak, aus Syrien, Somalia, Afghanistan und von der Elfenbeinküste Hoffnung gegeben habe. „Kulturelle Unterschiede und sich daraus ergebende Probleme haben wir weitgehend lösen können; die Leute sind dankbar und erweisen sich in der Mehrzahl als fleißig und bemüht - Ausnahmen natürlich inklusive“.

Bernd Anders ist neuer Vorsitzender der Senioren Union Landkreis Verden

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Bernd Anders neuer Vorsitzender der Senioren Union Landkreis Verden

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